AERO-dry Sanierputzsystem ®

Warum Sanierputze ?

Schon immer waren Salzausblühungen ein großes Problem, auch nach erfolgreicher Trockenlegung der Mauern. Salze werden bei nichtvorhandenen oder defekten Sperren gegen aus dem Boden eindringende Feuchtigkeit bei der Verdunstung an der Oberfläche auskristallisiert, wodurch es zur Zerstörung von Putz und Beschichtungen kommt. Ist kein Putz vorhanden oder ist der Putz bereits abgeplatzt, wird das Mauerwerk angegriffen und die Bausubstanz gefährdet.

Salzneutralisierer werden in gewissen Abständen immer wieder angeboten, haben sich aber fast ausschließlich nicht bewährt. Hinterlüftete Verblendungen verdecken wohl für einige Zeit den Schaden, fördern aber die Schimmelbildung. Bei einer gut funktionierenden Hinterlüftung wird Feuchtigkeit nachgesogen und somit auch Salze; der Schaden wird nur noch vergrößert.

Dichte Zementputze verlagern den Schaden nur weiter nach oben.
Nach der Trockenlegung 3 – 5 Jahre warten, bis die Salze zusammen mit der Restfeuchtigkeit ausgetreten sind, um dann erst mit einem geeignetem Material zu verputzen, ist heute fast nicht möglich, die Räume müssen meistens schnell wieder nutzbar sein.

Man kam daher auf die Idee, einen Putz zu schaffen, der sowohl Feuchtigkeit in Dampfform durchlässt, aber nicht in der flüssigen Phase. Dampf transportiert bekanntlich keine Salze. Diese Putze sind heute unter den Namen Sanier- oder Feuchtmauerputze vielseitig auf dem Markt und unterliegen gewissen Anforderungen nach dem WTA-Merkblatt 2-2-91/D im Anhang der DIN 18 550. Die von der WTA gestellten Forderungen bezüglich Benetzbarkeit und Saugvermögen machen bei den Sanierputzen eine Hydrophobierung erforderlich. Dadurch kann überschüssige Raumfeuchte nicht mehr kurzzeitig im Putz gespeichert werden, was aber dessen ordinäre selbstverständliche Aufgabe ist, denn jetzt bildet sich Schwitzwasser, in der Folge auch Schimmel, auf dem Putz, wodurch eine Verwendung als Innenverputz den Regeln der Baukunst widerspricht. Auch können mit der Zeit die unteren Putzlagen mit Salzen so stark angereichert werden, dass dies wieder zu Putzabsprengungen führt.


Es stellt sich deshalb die Frage, ob sich die Mehrausgaben für einen Sanierputz lohnen. Es stellt sich aber auch die Frage: Warum wandern die Salze in einen frischen Putz? Ein Saugvermögen ist doch in der Austrocknungsphase kaum gegeben. Auch haben sich Hydrophobierungen nicht als Salzsperren bewährt. Man kann auch feststellen, dass es
zur Salzwanderung durch die Mauer hindurch zum neu aufgebrachten Putz kommt, wenn auf der anderen Seite der alte Putz verbleibt.


Auch wird immer wieder festgestellt, dass besonders die Randzonen zwischen Alt- und Neuputz ausblühen. Bekanntlich haben deshalb die Hersteller das Putzabschlagen von 40/50 cm oberhalb Versalzungsgrenze auf einen Meter heraufgesetzt.


Durch Beobachtungen über einige Jahrzehnte, besonders durch die bei elektrophysikalischen Mauerentfeuchtungsverfahren erforderlichen Messungen der Potentialdifferenzen, konnte ich feststellen, dass durch den stark unterschiedlichen pH-Wert zwischen der mit Salzen belasteten Mauer und dem neuen Putz es zu einer aktiven Salzwanderung von der Mauer in den neuem Putz kommt.

Einen pH-neutralen mineralischen Putz gibt es nicht. Materialien aus dem Kunststoffbereich gibt es wohl pH-neutral, aber die erfüllen nicht die erforderlichen physikalischen Bedingungen, wie u.a.: diffusionsoffen, feuchtigkeitsregulierend und gesundes Wohnklima.

Jahrelange Versuche in der Praxis (Laboruntersuchungen sind kaum wirklichkeitsnah durchzuführen) führten zu einem Sanierputzsystem der absoluten pH-Wert-Trennung mit der Bezeichnung AERO-dry Putzsystem (Markenschutz und Patent angemeldet).

Die Vorteile sind:
- absolute Trennung vom salzbelasteten Mauerwerk(pH-Wert- und elektrische Trennung)
- kein Übertritt von Restfeuchtigkeit oder leicht drückender Feuchtigkeit.
- zusammen mit handelsüblichem Kalk-Leichtputz hoch diffusionsfähig, feuchtigkeitsregulierend und ein absolut gesundes Wohnklima herstellend
- durch die stehende Luft im Zwischenraum zusätzliche Wärmedämmung
- hohe Lebensdauer, praktisch unbegrenzt haltbar
- jede Oberflächenstruktur mit mineralischen Materialien möglich, wie z.B. Kalkanstrich, Kalkspachtel, Stuck, diffusionsoffene Tapeten, auch Fliesen, wenn sie nicht bis zur Decke geführt werden
- von jedem Handwerker mit üblichem Werkzeug durchführbar
- preislich mit Sanierputzen vergleichbar

Mit dem AERO-dry Sanierputzsystem sind Folgeschäden bei der Mauerwerkssanierung ausgeschlossen. Die bei allen Trockenlegungsverfahren unvermeidliche Salzbelastung und dadurch bedingte Restfeuchtigkeit wird durch die Konstruktion des Systems absolut vom neuen Putz getrennt, die durch den unterschiedlichen pH-Wert bedingte aktive Salzwanderung ist nicht mehr möglich.

Folgeschäden, wie sie bisher bei allen Mauertrockenlegungsmethoden, egal ob eine mechanische Trennung, wie Horizontal- und Vertikalsperren, ein Injektionssystem oder ein elektrophysikalischen System angewendet wurde, sind jetzt nicht mehr möglich.

Ing. Günther Otto
 

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